Tipps & Tricks

Grill 2Die direkte Grillmethode

Die direkte Grillmethode ist dem Braten ähnlich. Das Grillgut wird direkt über der Wärmequelle gegrillt. Sie müssen Ihr Grillgut nach der Hälfte der Grillzeit nur ein einziges Mal wenden. Wenden Sie die direkte Grillmethode für Grillgut an, welches max. 25 Minuten gegrillt wird, z.B. Steaks, Koteletts, Hamburger, Hühnerhaxerl, Würstel und Gemüse. Mit der direkten Grillmethode können Sie ihr Grillgut auch scharf anbraten. Das Scharf-Anbraten (Grillen) erzeugt eine schöne karamellisierte Kruste. Außerdem erhalten Sie die beliebten Grillmarkierungen auf der Grillgutoberfläche und das Aroma wird intensiver. Steaks, Koteletts, Hühnerstücke und dickere Fleischstücke sollten scharf angegrillt werden.

Vorteil: Gute Hitzeentwicklung
Nachteil: Fett kann auf die Brenner tropfen und verbrennen

Die indirekte Grillmethode mit einem geschlossenen Grill

Die indirekte Grillmethode ist dem Garen ähnlich: Ihr Grillgut wird gegrillt, hat ein besseres Aroma und Aussehen, als Sie es im Backrohr erzielen können. Die durch den Deckel reflektierte Hitze grillt Ihr Grillgut gleichmäßig auf allen Seiten. Die zirkulierende Hitze arbeitet wie ein Umluftofen, Sie brauchen das Grillgut nicht zu wenden. Wenden Sie die indirekte Grillmethode für Grillgut an, welches länger als 25 Minuten gegrillt werden muss oder für Grillgut, das zu empfindlich ist, um bei direkter Grillmethode gegrillt zu werden, da es sonst austrocknen oder anbrennen würde: Zum Beispiel für Braten, Ripperln, ganze Hendln, Truthähne, andere große Stücke Fleisch oder Fischfilets.

Vorteil: Gesund, da herabtropfendes Fett nicht in die Flammen am Brenner gelangen kann
Nachteil: lange Grillzeiten

Woran erkenne ich, dass Fleisch richtig gar ist?

Machen Sie die Druckprobe. Je weniger das Fleisch nachgibt, desto garer ist es. Ein blutiges Steak fühlt sich demnach weich an. Die Kerntemperatur liegt dann etwa zwischen 45 und 55 Grad Celsius. Ist es medium, mit einer Kerntemperatur von ungefähr 60 Grad, gibt das Fleisch auf Druck federnd nach. Vollkommen durchgegartes Fleisch lässt sich nur schwach eindrücken. Ihr Braten-Thermometer zeigt dann zwischen 70 und 85 Grad Celsius an.

Tabus auf dem Rost

Bei der Wahl des Grillguts sind Ihrer Phantasie kaum Grenzen gesetzt: Ob Fleisch, Fisch, Gemüse oder Obst – nahezu alles kann gegrillt werden. Nur bei Fleisch und Fisch müssen Sie beachten, dass nicht alle Sorten auf den Rost gehören. So ist zum Beispiel Gesurtes (Gepökeltes) und Geräuchertes absolut tabu – es ist für die hohen Temperaturen, die beim Grillen entstehen, nicht geeignet.

Heiß und knusprig mögen wir’s vom Grill, aber bitte nicht zu schwarz: Der Gesundheit zuliebe sollte, was zu lange auf dem Grill lag und angebrannt ist, besser nicht mehr gegessen werden. Dass Ihr Grillgut verbrennt, können Sie verhindern, indem Sie es erst dann auflegen, wenn die Kohle richtig durchgeglüht ist. Der Grillrost sollte dann ausreichend Abstand zu den Kohlen haben: Mit 10 cm sind Sie auf der sicheren Seite. Wird dann auch noch darauf geachtet, dass kein Fett heruntertropft und verbrennt, steht einem gesunden Grillgenuss nichts mehr im Weg. Und wer auf Nummer sicher gehen will, verwendet am besten Grillschalen aus Aluminium. So kommt das Grillgut nicht in direkten Kontakt mit dem Rost und ist der Hitze weniger ausgesetzt.